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Gemeinsam für das Rebhuhn

Landwirte und Jäger arbeiten Hand in Hand im Landkreis Böblingen

Im Landkreis Böblingen läuft seit 2016 das Rebhuhn-Schutzprojekt, ins Leben gerufen von engagierten Landwirten, Naturschützern und Jägern sowie den Kommunen Jettingen, Bondorf, Mötzingen und Gäufelden.

Was sich konkret schon getan hat, kann jetzt in Zahlen belegt werden: 14 Landwirte im Landkreis Böblingen haben insgesamt 5,5 Hektar Blühfläche angelegt. Ein weiterer Landwirt bewirtschaftet eine Grünlandfläche mit Altgrasbeständen.

Koordiniert wird das Projekt vom Landschaftserhaltungsverband des Landkreises Böblingen (LEV). Der Landesjagdverband unterstützt das Projekt finanziell durch einen Beitrag zu den für die o.g. Maßnahmen entstandenen Saatgutkosten.

Rebhuhn-Schutzgebiet im Oberen Gäu

Auf den neu angelegten Flächen finden viele Tiere Rückzugsmöglichkeiten und Nahrungsquelle. Durch eine Vielzahl an Blütenpflanzen werden neben Rebhuhn, Feldhase und Co. auch verschiedene Insektenarten gefördert. Insbesondere nach der Getreideernte und im Winter sind diese Blühflächen von Bedeutung, weil die Tiere dort ausreichend Samen von Kräutern und Gräsern sowie Pflanzenteile vorfinden. Außerdem bieten die geschaffenen Lebensräume auch in den Herbst- und Wintermonaten Deckungsmöglichkeiten in der offenen Feldflur. Diese benötigt das Rebhuhn insbesondere während der Brutzeit bzw. zur Aufzucht der Jungtiere.

Eine wichtige Maßnahme also für das selten gewordene Rebhuhn, aber auch für die anderen Tiere und Kleinlebewesen, die davon profitieren. Wer das Rebhuhn-Schutzprojekt ebenfalls unterstützen und Flächen zur Verfügung stellen möchte, kann sich an den LEV wenden, E-Mail: info@levbb.de).

(Erstellt am 31. Januar 2018)