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Auffällig viele jüngere Kinder vom Grippevirus betroffen

„Auch jetzt kann eine Grippeimpfung sinnvoll sein“

In der Grippesaison 2017/18 hat das Gesundheitsamt von vielen Kindergärten im Landkreis die Meldung erhalten, dass sich bei jüngeren Kindern Krankheiten mit hohem Fieber und Husten häufen.

Zwar werden Labornachweise nur selten geführt, da die klinischen Symptome oft eindeutig sind und sich ein Nachweis nicht positiv auf die Behandlung auswirken würde. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um den echten Grippevirus, die sog. Influenza handelt. Auch die Anzahl der akuten Atemwegserkrankungen ist im Landkreis Böblingen weiter gestiegen.

Dr. Heidi Kalmbach-Heinz, Leiterin des Gesundheitsamts im Landkreis Böblingen rät daher sich auch jetzt noch gegen die Grippe impfen zu lassen: „Für die Grippeimpfung empfehle ich den 4-fach Grippeimpfstoff, um sich bestmöglich vor der Grippe zu schützen. Gerade bei Kleinkindern, Schwangeren und älteren Personen, besteht ein erhöhtes Risiko für einen komplizierten Krankheitsverlauf. Für solche Risikogruppen einer Grippe übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten einer Impfung.“

Bis ein Schutz gegen die Grippeerkrankung aufgebaut ist, benötigt die Grippeimpfung allerdings 10-14 Tage. Da von der Ansteckung mit Influenza bis zum Ausbruch der Erkrankung lediglich 1-2 Tage vergehen, nützt es nichts, sich direkt nach dem Kontakt mit einem Grippekranken impfen zu lassen.
Unabhängig von einer Grippeimpfung können noch weitere Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass sich die Influenza weiter verbreitet:
 
Das Gesundheitsamt rät gesunden Personen größere Menschenansammlungen zu meiden und gegenüber bereits erkrankten Personen Abstand zu halten. Auch ist es empfehlenswert auf Körperkontakt, wie beispielsweise Hände schütteln, weitgehend zu verzichten und sich häufig mit Wasser und Seife die Hände zu waschen.
 
Bereits erkrankten Personen sollten bis zur vollständigen Genesung zu Hause bleiben. Eine Ansteckungsgefahr besteht noch durchschnittlich 5 Tage nach Beginn der Krankheit. Bei Kindern oder auch chronisch Kranken kann dies sogar länger der Fall sein.
 
Weitere Informationen zur Grippe finden Sie auf der Homepage des Robert Koch Instituts:
www.rki.de

(Erstellt am 13. Februar 2018)