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Im Landkreis Böblingen werden rund 1.1 Mio. Grenzpunkte umgestellt

Umstellungsphase beginnt am 19. Dezember

Neues System der Vermessung ist wichtiger Schritt in die Zukunft

Über den kommenden Jahreswechsel hinweg erfolgt die Umstellung sämtlicher Geobasisdaten in Baden-Württemberg von den gewohnten Gauß-Krüger-Koordinaten auf das neue bundeseinheitliche Koordinatenreferenzsystem ETRS89 (Europäisches Terrestrisches Referenzsystem 1989) mit UTM als Koordinatensystem (Universale Transversale Mercator-Abbildung). Die Datenüberführung wird vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung in Stuttgart durchgeführt.

Auf dem Foto sehen Sie den Leiter des Amts für Vermessung und Flurneuordnung Peter Scholl mit dem Stein, der die Mitte Baden-Württembergs markiert.

„Dies ist ein sehr ehrgeiziges Projekt und ein wichtiger Schritt in die Zukunft“, so Peter Scholl, Leiter des Amts für Vermessung und Flurneuordnung beim Landratsamt Böblingen. Scholl dazu weiter, „es handelt sich dabei um nichts weniger als die Realisierung eines europaweit einheitlichen Raumbezugs, es schafft die Voraussetzung für grenzüberschreitende Nutzungen.“

Die heiße Umstellungsphase beginnt am kommenden Dienstag, 19. Dezember um 18 Uhr und soll voraussichtlich bis zur 4. Kalenderwoche gegen Ende Januar 2018 dauern. Der genaue Abschlusszeitpunkt wird noch vom zuständigen Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz festgelegt. In dieser rund 4 bis 5-wöchigen Umstellungsphase können keine Vermessungsschriften ins Liegenschaftskataster übernommen werden. Das Liegenschaftskataster ist amtliches Verzeichnis der Grundstücke für den Eigentumsnachweis im Grundbuch, es werden dort die Liegenschaften (Flurstücke und Gebäude) landesweit nachgewiesen, dargestellt und beschrieben.

Auf dem Foto sehen Sie eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter des Amts für Vermessung und Flurneuordnung bei der neuen Aufmessung von Vermessungspunkten im Landkreis Böblingen.

Scholl: „Bei uns im Amt für Vermessung und Flurneuordnung wurden von den 17.602 Vermessungspunkten im Landkreis Böblingen 6.368 in den letzten 5 bis 6 Jahren neu aufgemessen. Wenn die Umstellungsphase erfolgreich abgeschlossen ist, werden über 42 Mio. Grenzpunkte in Baden-Württemberg und im Landkreis Böblingen rund 1.1 Mio. Grenzpunkte transformiert sein.“
 
Kontakt:
Beim Amt für Vermessung und Flurneuordnung des Landratsamts Böblingen (www.lrabb.de/avf) und beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (www.lgl-bw.de) sind interessante Informationen und Themen rund um Liegenschaftskataster, Vermessung und Flurneuordnung per Mausklick abrufbar.
 

Hinweis für die Redaktion:
 
Auf Foto 1 sehen Sie eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter des Amts für Vermessung und Flurneuordnung bei der neuen Aufmessung von Vermessungspunkten im Landkreis Böblingen.
 
Auf Foto 2 sehen Sie den Leiter des Amts für Vermessung und Flurneuordnung Peter Scholl mit dem Stein, der die Mitte Baden-Württembergs markiert. Die Mitte Baden-Württembergs, die vom Amt für Vermessung und Flurneuordnung des Landratsamtes Böblingen durch die Extremwerte des Landes (östlichste, westlichste, nördlichste und südlichste Koordinatenwerte) berechnet wurde, liegt im Böblinger Stadtwald.

(Erstellt am 14. Dezember 2017)