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Gin und Whisky aus dem Heckengäu

Leonard Wilhelm eröffnet seine von LEADER Heckengäu geförderte Brennerei

Im Rahmen der 2. Förderrunde in 2016 wurde die Brennerei des Jung-Unternehmers Leonard Wilhelm in Gechingen als förderfähiges LEADER Projekt im Bereich der Existenzgründung anerkannt und zur Förderung vorgeschlagen.

Insgesamt rd. 120.000 Euro an Fördermitteln flossen in die Ausstattung dieses Neuunternehmens mit Destillationsanlage, Geschäftsausstattung und Fässern. Jetzt konnte die offizielle Eröffnung gefeiert werden. Anlass auch dafür, vorzustellen, wie gelungene LEADER Förderung aussehen kann.

Der Calwer Landrat Helmut Riegger freut sich über die innovative Neugründung, die die Unternehmenslandschaft im Landkreis Calw und im Heckengäu bereichert und gleichzeitig das touristische Angebot des Heckengäus bereichert. Und auch Wolf Eisenmann, Vorsitzender von LEADER Heckengäu, ist voll des Lobes über das Projekt. „Die Heckengäu Brennerei vereint touristisches Erleben mit kulinarischem Genuss. Über die Etablierung neuer Produkte gewinnen wir weitere Bindeglieder zwischen der Kulturlandschaft einerseits und den Menschen, die sie genießen andererseits.“
 
Leonard Wilhelm möchte Erlebnistourismus bieten und eine neue heckengäu-spezifische Produktlinie etablieren. „Eine Whisky- und Gin-Brennerei zum Erleben gibt es so noch nicht“, so Wilhelms Überlegungen. „Andererseits erfreut sich die Spirituosenherstellung aber großen Interesses und Zulaufs durch Tourismus und Handel.“ Mit regelmäßigen Besichtigungsangeboten, Tastings und Seminaren möchte er Tourismus und Bewohner des Heckengäus gleichermaßen anziehen. „Der Tourismus profitiert auch andernorts von der Faszination für Produkte wie beispielsweise dem Whiskey; das wollen wir auch für uns nutzen.“
 
In einem ersten Schritt wurde seit der Projektbewilligung die Destillationsanlage und sonstige Geschäftsausstattung angeschafft und die Produktionsstätte bezogen. Whisky darf als solcher erst bezeichnet und verkauft werden, wenn er mindestens drei Jahre gereift ist. Bis es so weit ist, stehen die eigene Gin-Rezeptur „44Vier“ sowie weitere Spirituosen aus der Region im Vordergrund. Außerdem bilden verschiedene Events und die Überlassung der Brennerei für Veranstaltungen die Grundlage für das Bestehen. Whiskey gibt es derzeit erst als Vorstufe, die Wilhelm als „Moonshine“ verkauft. Der Begriff ist einigermaßen gängig in der Branche und stammt von früheren Schwarzbränden, die vorwiegend bei Nacht erfolgten. Ab 2020 wird mit dem ersten Whiskyverkauf gerechnet; der destillierte Feinbrand dafür lagert bis dahin in großen Eichenfässern im Keller der Brennerei.
 
Die Heckengäu Brennerei ist als LEADER Projekt im dortigen Handlungsfeld 1 anzusiedeln – „Leben und Arbeiten auf dem Land im Einklang von Familie und Beruf“. Dahinter verbergen sich u.a. Vermarktungsstrategien für regionale Produkte und Existenzgründerförderungen. „Dieses Projekt steht beispielhaft für die gelungene Platzierung einer neuen Vermarktungsidee“, so Wolf Eisenmann. „Brennereien für Streuobstprodukte haben eine reiche Tradition im Heckengäu, wogegen die hier im Mittelpunkt stehenden Produkte Gin und Whisky bisher eher im Verborgenen lagen.“
 
Leonard Wilhelm wird seine Heckengäu Brennerei am Samstag, 21.10.2017, auch der interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Von 11 bis 21 Uhr besteht dann die Möglichkeit, alles zu besichtigen. Auch Führungen werden angeboten. Von 11 bis 14 Uhr ist auch die LEADER Geschäftsstelle mit einem Informationsstand vor Ort. Dort kann sich jeder über Fördermöglichkeiten informieren.
www.leader-heckengäu.de.

(Erstellt am 20. Oktober 2017)