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Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren zwei Tage auf der DEC16 am Herman Hollerith Zentrum über die digitale Zukunft

Welchen Herausforderungen und Strategien müssen sich Unternehmen im digitalen Zeitalter stellen. Zwei Tage lang diskutierten rund 150 Wissenschaftler und IT Experten am Herman Hollerith Zentrum in Böblingen auf der Digital Enterprise Computing Conference diese Frage. In insgesamt sieben Themenforen ging es um Fragen der technologischen Akzeptanz, Big Data & Data Processing, digitale Transformationen oder etwa darum, wie die digitale Filiale der Zukunft in unterschiedlichen Branchen aussehen wird

Begrüßt wurden die Gäste und Teilnehmer der Konferenz durch Prof. Dr. Dieter Hertweck, der gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Decker und einem Programmkomitee das Konzept der DEC16 entwickelt hat. Das digitale Unternehmen, so Hertweck und Decker, erfordert neue Konzepte des Digital Enterprise Computing. Dieses umfasse eine interdisziplinäre Verbindung von Vorgehensweisen aus der Informatik, der Ökonomie und weiteren relevanten Wissenschaftsdisziplinen. Neue Architekturen mit integrierten Mobility- und IoT-Systemen, datengetriebene Geschäftsmodelle und -prozesse, beflügeln innovative Geschäftsstrategien und schaffen neue Möglichkeiten der digitalen Transformation hin zu neuen Geschäftsfeldern. Ziel der Konferenz - Digital Enterprise Computing – sei es, so Hertweck und Decker weiter, zentrale Aufgaben und Herausforderungen digitaler Unternehmen, digitaler Geschäftsmodelle und zugehörige Informationssysteme mit serviceorientierten Architekturen für Big Data und Cloud Computing transparent zu machen.
 
Die Eröffnung der Konferenz DEC16, erfolgte durch Schirmherr Roland Bernhard, Landrat des Landkreises Böblingen. In seinem Grußwort zeigte er sich erfreut darüber, dass das Herman Hollerith Zentrum inzwischen so erfolgreich sei. Für den weiteren Ausbau des HHZ sicherte Bernhard  seine volle Unterstützung zu. Mit den Studienangeboten auf Bachelor- und Masterstufe sei aus seiner Sicht ein wichtiger Schritt getan. „Ich bin heute noch dankbar, dass es damals mit der Hochschule Reutlingen möglich war, diesen Standort zu realisieren“, so Bernhard. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit wird in den nächsten Jahren darauf liegen, die Digitalisierung voranzutreiben.“
 
Ähnlich auch die Einschätzung von Hochschulpräsident Prof. Dr. Hendrik Brumme. In seinem Grußwort zur Konferenz ging er auf die Bedeutung der Lehr- und Forschungszentren der Hochschule Reutlingen ein. Die Hochschule sei damit zu einer der forschungsstärksten Hochschulen in Baden-Württemberg geworden. Das Thema Digitalisierung sei ein wichtiger Aspekt und stelle die Hochschule vor neuen Herausforderungen. „Wir werden unsere Hochschulen umbauen müssen um diesen Herausforderungen gerecht zu werden“, so Brumme, „Deshalb hat die Hochschule auch eine Vizepräsidentin für Digitalisierung berufen.“
 
Dass die Digitalisierung, auch für Kleinunternehmen und Startups Chancen bietet, zeigte Dr. Holger Wittges, Geschäftsführer der mit 180 Mio Euro ausgestatteten Landesinitiative Zentrum Digitalisierung.Bayern in seinem Einführungsvortrag. Es komme nur darauf an, die bestehenden digitalen Serviceangebote – er sprach von der digitalen Seidenstrasse - effektiv und sinnvoll zu nutzen. Dabei durchdringe die Digitalisierung alle Bereiche unseres Lebens von der Wirtschaft bis hin zu Freizeit und Familie. Wie erfolgreiche Geschäftsmodelle in Bayern umgesetzt werden, zeigte Dr. Holger Wittges am Beispiel des Projekts „DriveNow“, einem Carsharing Projekt und der Themenplattform „vernetzte Mobilität“ in Bayern auf, die eine offene nutzerzentrierte Mobilitätsplattform unterstützt.
 
Vertieft wurden die Themen der Konferenz in sieben Themenforen. Sie befassten sich mit den Schwerpunkten Technology Acceptance, Big Data & Data Processing, Digital Transformation und Digital Process Challenges, Darüber hinaus wurde ein Industry Panel mit Executives aus der Unternehmenspraxis umgesetzt. Ergänzt wurden die Themenforen durch weitere Vorträge, eine Podiumsdiskussion mit hochrangigen IT-Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie einer Poster Session der Projekte am Herman Hollerith Zentrum. Eine wichtige Rolle spielten dabei auch die Studierenden am Standort Böblingen, die intensiv in Vorbereitung und Durchführung der Konferenz eingebunden waren.

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