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Vorhandene Netzwerke stärken, neue Netzwerke schaffen

Carolina Monfort Montero tritt ihre Stelle als Intergrationsbeauftragte des Landkreises Böblingen an

Integrationsbeauftragte will Motor, Ideengeber und Vernetzer sein

Gemeinsam mit allen Akteuren eine „Integrationskette“ bilden – das ist das Ziel der Integrationbeauftragten Carolina Monfort Montero

Carolina Monfort Montero. So heißt die neue Integrationsbeauftragte des Landkreises Böblingen. „Wir haben mit ihr nicht nur eine absolute Fachfrau gefunden, sondern auch jemanden, der der Netzwerkarbeit in Sachen Integration weitere und wichtige Impulse geben kann“, sagt Landrat Roland Bernhard. „Carolina Monfort Montero weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig Integration ist und welche Voraussetzungen es für eine gelungene Integration braucht.“
 
Denn die Eltern der neuen Böblinger Integrationsbeauftragten sind von Spanien nach Deutschland ausgewandert. „Hier in Böblingen hat mein Vater im Jahr 1959 seine erste Arbeitsstelle angenommen“, sagt Carolina Monfort Montero. „So schließen sich die Kreise.“ Sie selbst ist in Deutschland geboren, hat im hohen Norden ihre schulische, universitäre und berufliche Laufbahn begonnen. Dem Abitur folgte ein Studium der Sozialpsychologie und Pädagogik an der Universität Hannover. Später arbeitete sie unter anderem bei der Beratungsstelle zur Qualifizierung ausländischer Nachwuchskräfte in Köln, war Leiterin beim Bremer Pendant und anschließend Leiterin des Qualifizierungsnetzwerkes für Migranten in der freien Hansestadt. „Wie man anhand meines biographischen Steckbriefes sehen kann, durchzieht das Thema 'Integration und Migration' mein Leben wie ein roter Faden“, sagt Carolina Monfort Montero. Auch im Landkreis Böblingen wird sie im „thematischen Spannungsfeld sozialer und beruflicher Integration von jungen und erwachsenen Migranten“ tätig sein.
 
Im November 2014 hatte der Kreistag den ersten Integrationsplan für den Kreis Böblingen verabschiedet. Dabei wurden insbesondere Handlungsfelder aufgezeigt, die Monfort Montero gerne aufnimmt: die Gestaltung einer Willkommenskultur, Interkulturelle Öffnung der Verwaltung und aktive Beteiligung von Migranten in politische und gesellschaftliche Prozesse. Für einen sehr wichtigen Ansatz hält die Integrationsbeauftragte die Strategie, die Verwaltung interkulturell zu öffnen und sie in diesem Vorhaben zu begleiten. Dazu möchte sie ein Konzept erarbeiten und im kommenden Jahr mit dem Umsetzungsprozess beginnen. „Die Vielfalt macht‘s - das ist der Leitgedanke des Landratsamtes. Hinter diesem Gedanken stehen Menschen, Einstellungen und Bedürfnisse, die in ihrer Unterschiedlichkeit einen Mehrwert darstellen können. Für die Verwaltung und für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis“.
 
„Als Integrationsbeauftragte habe ich die Aufgabe, vorhandene Netzwerke zu begleiten und neue zu installieren“, skizziert sie selbst ihre Aufgabe. Zudem werde sie Veranstaltungen anbieten, das Thema Integration in die Öffentlichkeit tragen und neue Mitstreiter für die wichtige Netzwerkarbeit gewinnen. „Es ist entscheidend, dass man nicht nur über die Zielgruppe spricht, sondern dass man mit ihr spricht. Dass man gemeinsam konzeptionell arbeitet und Ideen umsetzt“, nennt Carolina Monfort Montero eine der wichtigsten Grundregeln ihrer Arbeit. Sie werde deshalb Migrantenorganisationen verstärkt einbinden. „Sie haben einen niedrigschwelligen und sehr persönlichen Zugang zu den Menschen, sie verfügen über eigene Netzwerke und bilden kulturelle 'Identifikationsanker'“, betont die neue Integrationsbeauftragte.
Gemeinsam mit allen relevanten Akteuren soll eine „Integrationskette“ geknüpft werden, benennt Carolina Monfort Montero das Ziel ihrer Arbeit. Gemeinsam wolle man aufeinander abgestimmte Angebote und Fördermöglichkeiten entwickeln und realisieren. „Ich selbst werde als Motor, Ideengeber, Vernetzer und Bündeler dazu beitragen, dass wir dieses Ziel erreichen.“

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