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Die Suche nach der Mitte hat ein Ende

Kunst markiert im Böblinger Stadtwald die Mitte Baden-Württembergs​

v.l.n.r.: Oberbürgermeister Wolfgang Lützner, Landrat Roland Bernhard, Wolf-Stefan Reiser (Steinbildhauer)

Rund eineinhalb Jahre ist es her, als das Amt für Vermessung und Flurneuordnung des Landkreises Böblingen und die Stadt Böblingen die Mitte von Baden-Württemberg im Böblinger Stadtwald, südlich der Diezenhalde, präsentierten.

Anders als beim Landesmittelpunkt in Tübingen wurde dieser durch die Extremwerte des Landes (östlichste, westlichste, nördlichste und südlichste Koordinatenwerte) berechnet. Jetzt hat sich der Ort zu einem attraktiven Ausflugsziel verwandelt.
 
„Wir wollten einen Ort schaffen, der die Menschen zum Vorbeikommen einlädt“, so Landrat Roland Bernhard. „Die Mitte darf man durchaus in doppeldeutiger Hinsicht verstehen; an einem so schönen Ort kann man nicht nur zur geographischen Mitte Baden-Württembergs, sondern auch zur eigenen Mitte gelangen.“ Im Rahmen eines Bildhauersymposiums auf der SCULPTOURA im vergangenen Jahr war es Aufgabenstellung gewesen, Kunstwerke zum Thema Mitte zu gestalten. Fünf der damals entstandenen Werke reihen sich nun entlang der Zuwegung zum eigentlichen Mittelpunkt auf. Die Stele, die die tatsächliche Mitte von Baden-Württemberg ziert, stammt von Steinbildhauer Wolf-Stefan Reiser aus Bad Teinach. Bewusst schlicht sind darauf die geographischen Koordinaten in den Waldenbucher Stubensandstein gemeißelt.
 
„Dass sich die Mitte von Baden-Württemberg in Böblingens Stadtwald befindet, hatten wir irgendwie schon immer im Gefühl. Wir sind schließlich der ‚Raum für Taten und Talente‘, in dem das wirtschaftliche Herz des Landes schlägt“, meinte der Böblinger Oberbürgermeister Wolfgang Lützner. „Zum Verweilen haben Landkreis und Stadt Böblingen sowohl die Stelle selbst als auch den Weg dorthin landschaftlich ansprechend und buchstäblich kunstvoll gestaltet. Hinzu kommt die beispielhafte Tatkraft der Ortsgruppe Böblingen des Schwäbischen Albvereins.“
 
Denn damit der Spaziergänger nicht nur schweigend steht und staunt, hat der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Böblingen, (SAV), zwei Bänke gespendet. So lässt es sich gemütlich sitzen und in Gedanken zur Mitte versinken. Ein im Metallkasten wetterfest untergebrachtes Büchlein lädt dazu ein, diese auch schriftlich festzuhalten. Landrat und Oberbürgermeister machten den Anfang und trugen sich als erste offizielle Besucher gleich ins Buch ein. Abschließend bedankten sich beide bei den Mitgliedern des SAV, die für den beschaulichen Ort die Patenschaft übernommen haben und sich in Zukunft darum kümmern werden, dass es sich in der Mitte von Baden-Württemberg auch kontemplativ zur eigenen Mitte kommen lässt.
 
Der Ort lädt jedenfalls zu einem Besuch ein. Rad- oder Wandertouren zur und rund um die Mitte Baden-Württembergs sind im digitalen Routenplaner unter www.schönbuch-heckengäu.de eingestellt. Mit Unterstützung durch den Schwäbischen Albverein soll zudem noch eine handliche Faltkarte entstehen.

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