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Stadt Böblingen ermöglicht künftige Entwicklung am Restmüllheizkraftwerk

Einweihung Geländeerweiterung West durch den Zweckverband RBB

Landrat Bernhard: „Weg für weitere Steigerung der Fernwärmeauskopplung frei“

Um Platz für die zukünftige Entwicklungen zur Verbesserung der Fernwärmeinfrastruktur durch das Restmüllheizkraftwerk im Herzen der Anlage zu bekommen, wurde in den vergangenen Monaten ein neuer Parkplatz angelegt auf den die Fahrzeuge des Abfallwirtschaftsbetriebes, der dort seinen Betriebshof hat, ausweichen können.

Dieser wurde am Donnerstag (23. Juni) vom Landrat Roland Bernhard, dem Böblinger Oberbürgermeister Wolfgang Lützner und dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Restmüllheizkraftwerk (RBB) Wolf Eisenmann eingeweiht.
 
„Das RMHKW wird seit 16 Jahren stetig leistungsfähiger und liefert immer mehr umweltfreundliche Energie“, freut sich der Landrat Roland Bernhard. „Mit der Geländeerweiterung jetzt gewinnen wir die Flexibilität für weitere Entwicklungen, um die Fernwärmeabgabe zu steigern.“ Seit Inbetriebnahme 2002 habe sich Auskopplung der Fernwärme von 106.000 Megawattstunden auf 212.000 pro Jahr verdoppelt. Diese entspreche einem Jahresbedarf von 38.600 Haushalten. „Mein besonderer Dank geht an die Stadt Böblingen, die uns das Gelände verpachtet hat und ein wichtiger Partner bei der Entwicklung des RBB ist“, ergänzt der Landrat.
 
Die Baukosten für die Erweiterung des Geländes liegen nach derzeitigem Stand bei rund 1,3 Millionen Euro. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises (AWB) mietet die neue Parkfläche und schafft so auf seiner bisherigen Fläche des Betriebshofes Platz für die Erweiterung des Restmüllheizkraftwerkes. „Der AWB erhält durch die neue Parkfläche nun genügend Parkplätze für seine Fahrzeuge auf dem Betriebshof“, freut sich der Werkleiter Wolfgang Bagin. Bisher habe teilweise auf dem angrenzenden Betriebshof geparkt werden müssen und zwischen Betriebshof und Parkplatz „gependelt“ werden. Der Fuhrpark des AWB habe sich in den vergangenen Jahren durch neue Aufgaben vergrößert. Die Müllfahrzeuge mit empfindlichen elektronischen Schüttungen können jetzt überdacht abgestellt werden. Damit sei im Winter bei Frost mehr Betriebssicherheit gegeben. Der Parkplatz bietet mit rund einem Hektar Platz für 75 Müllfahrzeuge und 40 PKW.
 
„Die Verlegung schafft Platz für neue energetische Anlagen und Projekte zur Energiegewinnung“, so Wolf Eisenmann, der Geschäftsführer des RBB. Damit würden Investitionen in Zukunftstechnologien wie die Klärschlammverbrennung mit Phosphorrückgewinnung möglich. Neben der Fernwärme produziert die Anlage noch über 35.200 Megawattstunden Strom, dies entspreche einem Bedarf von rund 30.000 Personen. Insgesamt spare das Restmüllheizkraftwerk mit der Erzeugung von Strom und Fernwärme den Bedarf von 10 Millionen Liter Heizöl oder 57.000 Tonnen Kohlendioxid ein. Dies entspräche dem Ausstoß von 75.000 Autos pro Jahr.
 
„Die Arbeiten wurden unter ökologischer Baubegleitung durchgeführt“, betont Eisenmann. Zur Auffüllung wurden rund 12.000 Tonnen Felsmaterial vom Tunnel Darmsheim eingebaut. Als Ersatzmaßnahmen für die Geländeerweiterung wurden andernorts Bäume gepflanzt, in Schönaich wurden Amphibienlaichgewässern aufgewertet, Streuobstwiesen in Böblingen erhalten und ein Biotop für Zauneidechsen angelegt.

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