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Schnelle Radwegeverbindungen werden unter die Lupe genommen

Machbarkeitsstudie wird vom Büro orange edge, Hamburg, erstellt​

Im Rahmen einer sogenannten Machbarkeitsstudie lässt der Landkreis Böblingen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ludwigsburg und den betroffenen Kommunen die Realisierungsmöglichkeiten von Radschnellverbindungen an drei Hauptverkehrsachsen prüfen.

Nach einer öffentlichen Ausschreibung wurde jetzt das Hamburger Büro orange edge mit der Erarbeitung beauftragt. Mit Ergebnissen wird bis Ende September 2018 gerechnet.

„Vor dem Hintergrund des enormen Anstiegs an Pedelecs und E-Bikes kommt Radschnellverbindungen künftig eine große Bedeutung zu“, so Landrat Roland Bernhard. „Wir können damit Hauptverkehrsachsen auf Straße und Schiene entlasten und einen wichtigen Beitrag zur Stauvermeidung und zur Luftreinhaltung leisten.“ Das Thema ist auch ein wichtiger Baustein innerhalb der RadSTRATEGIE Baden-Württemberg. Die Erstellung der Machbarkeitsstudie wird durch das Land Baden-Württemberg im Rahmen eines entsprechenden Förderprogramms mit 80 % gefördert. Für die Landkreise entstehen Kosten in Höhe von rd. 11.000 Euro, die entsprechend des Streckenanteils zwischen beiden aufgeteilt werden. 

Das Augenmerk richtet sich auf die RadNETZ-Achsen „Weil der Stadt – Leonberg – Korntal-Münchingen“ und „Herrenberg – Böblingen/Sindelfingen -Stuttgart“, sowie die B464/S60/Schönbuch Bahn-Achse „Renningen – Magstadt – Sindelfingen – Böblingen – Holzgerlingen – Weil im Schönbuch“. Die Streckenlänge aller drei Achsen beträgt rund 58 km. Nach Möglichkeit sollen Radschnellverbindungen auf bestehenden Wegstrukturen aufbauen und nicht großflächig neue Trassen schaffen. Die an den Strecken liegenden Kommunen sind in die Erstellung der Studie mit eingebunden.  

„Wir wollen die Bedingungen für den Radverkehr im Landkreis Böblingen stetig attraktiver machen und so der steigenden Bedeutung des Verkehrsmittels Fahrrad Rechnung tragen“, fasst Landrat Bernhard die Bemühungen seitens des Landkreises zusammen.

Hinweis zur Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg:
Radschnellverbindungen werden im Zuge wichtiger Alltagspendlerachsen dort eingesetzt, wo ein entsprechend hohes Potenzial besteht, um Verkehrsverlagerungen zugunsten des Radverkehrs zu erreichen. Typische Merkmale von Radschnellverbindungen sind gerade, umwege- und steigungsarme Linienführungen, auf größere Radverkehrsmengen ausgelegte Breiten, eine hohe Oberflächenqualität sowie Kreuzungsführungen mit geringen Zeitverlusten, beispielsweise durch Unter- oder Überführungen oder Vorrang für den Radverkehr. Damit soll in erster Linie die Durchschnittsgeschwindigkeit des Radverkehrs erhöht werden, d. h. der Zeitverlust beispielsweise an Kreuzungen wird verringert. Auch die Risiken für Unfälle werden bei Radschnellverbindungen durch die große Breite und die meist separate Führung des Radverkehrs verringert.

Text als Pressemeldung im PDF-Format (36,4 KiB)

(Erstellt am 30. Oktober 2017)