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Öffentliche Informationsveranstaltung des Landratsamts zur geplanten Flurneuordnung Grafenau-Döffingen am 16. März 2017

Rund 200 Grundstückseigentümer und weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten am Donnerstag (16. März) der Einladung des Landratsamtes Böblingen zur Informationsveranstaltung im Graf-Ulrich-Bau in Döffingen über die geplante Flurneuordnung Grafenau-Döffingen.

Nach der Begrüßung und Einführung durch den Leiter des Amts für Vermessung und Flurneuordnung Peter Scholl und Bürgermeister Martin Thüringer stellten der Leitende Ingenieur Tillmann Faust und Projektingenieur Jan Kober die Gründe für das Vorhaben und den Stand der Planungen vor.

Mit einer Flurneuordnung im Außenbereich der Gemarkung Döffingen sollen die Erschließungssituation und die Produktions- und Arbeitsbedingungen bei der Bewirtschaftung dieser Flächen nachhaltig verbessert werden. Die Mehrzahl der Flurstücke in diesem Gebiet hat keine rechtlich gesicherte Erschließung durch Anbindung an einen öffentlichen Weg. Außerdem sind die Besitzverhältnisse meist sehr zersplittert und durch zahlreiche kleine, für die heutigen landwirtschaftlichen Maschinen ungünstig geformte Flurstücke geprägt.

Ein Flurneuordnungsverfahren kann hier durch Schaffung eines zeitgemäßen Wegenetzes und durch Bodenordnung, die für Zusammenlegung und Neuteilung der Flurstücke sorgt, Abhilfe schaffen. Weitere Ziele des Verfahrens sind der Erhalt und die Sicherung ökologisch bedeutsamer Flächen sowie die Berücksichtigung der kommunalen Infrastrukturplanungen und des Freizeitnutzungsbedarfs im Außenbereich.
 
Nach den aktuellen Planungen soll das Flurbereinigungsgebiet voraussichtlich den größten Teil der landwirtschaftlich bedeutsamen Flächen der Gemarkung Döffingen mit über 2.200 Flurstücken umfassen, die rund 600 Grundstückseigentümern gehören. In geringerem Umfang sollen auch Randflächen der Gemarkungen Darmsheim, Magstadt und Schafhausen in das Verfahren einbezogen werden.
 
Aus Sicht der beteiligten Eigentümer besonders wichtige Punkte, die bei der Informationsveranstaltung thematisiert und diskutiert wurden, sind der Flächenbedarf für das Wegenetz und andere öffentliche Flächen, voraussichtlich entstehende Kosten und die Fördermöglichkeiten. Die Ausführungskosten einer Flurneuordnung werden zu einem großen Anteil über Zuschüsse von Land, Bund und EU finanziert. Der nicht über Zuschüsse abgedeckte Kostenanteil muss durch Beiträge der Teilnehmer bzw. über freiwillige Geldleistungen der Gemeinde getragen werden.
 
Am Ende der Veranstaltung stellte der Leiter der Flurneuordnung Tillmann Faust den weiteren geplanten Verfahrensablauf und die nächsten Schritte vor. Zunächst soll den voraussichtlich beteiligten Eigentümern angeboten werden, dem Landratsamt ihre Anregungen und Hinweise mitzuteilen. Hierzu wird das Landratsamt nach Ermittlung der Adressen alle Grundstückseigentümer mit einem Informationsbogen für die Rückantwort anschreiben. „Nutzen Sie die Chancen und Beteiligungsmöglichkeiten, die eine moderne Flurneuordnung bietet, und treten Sie frühzeitig mit uns in Kontakt. Alle Ihre Rückmeldungen sind für uns eine wertvolle Grundlage für die weiteren Planungen und Entscheidungen“, appellierte Faust an die versammelten Grundstückseigentümer.

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(Erstellt am 17. März 2017)