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Energie vom Dach – auch für Mieter

Energieagentur informiert über Mieterstrom und führt Informations-Veranstaltung durch

Bislang rechnete es sich in Mietshäusern kaum, Strom aus einer Photovoltaikanlage direkt an die Bewohner zu liefern. Zu hoch waren die administrativen, organisatorischen und rechtlichen Hürden, zu gering die Renditen. Das soll sich nun ändern: Das im Sommer verabschiedete Mieterstromgesetz garantiert Anlagenbetreibern in Zukunft einen zusätzlichen Zuschlag für den Strom, den sie direkt an die Mieter liefern.

„Der Zuschlag wird aus der EEG-Umlage finanziert. So können Mieter Sonnenstrom vom eigenen Dach beziehen und zahlen dafür günstigere Preise, weil Netzentgelte, Abgaben sowie Stromsteuer entfallen“, so Berthold Hanfstein, Geschäftsführer der Energieagentur Kreis Böblingen. Mieter zahlen für den Solarstromanteil vom eigenen Dach höchstens 75 Prozent und für den Gesamtstrombedarf höchstens 90 Prozent des Grundtarifs, der im jeweiligen Netzgebiet üblicherweise gilt. 

Für den Mieter gibt es weitere Absicherungen. So ist der Vermieter verpflichtet, Strom zu liefern – auch wenn die Sonne nicht scheint und dadurch die Photovoltaikanlage nicht den kompletten Bedarf abdeckt. Zudem darf der Vertrag für Mieterstrom nicht mit dem Mietvertrag gekoppelt sein und der Mieterstromvertrag ist jährlich kündbar. 

Das Thema Mieterstrommodelle und Photovoltaik-Anlagen mit Speicher steht im Zentrum des nächsten Arbeitskreises Energie, den die Energieagentur für Energieberater, kommunale Energiebeauftragte und sonstige Interessierte bei der Kreissparkasse Böblingen am 23. November durchführt. Näheres dazu unter www.ea-bb.de

Zu den Themen Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien klärt die Energieagentur Kreis Böblingen auf. Hierfür bietet sie nach Terminvereinbarung eine kostenlose, neutrale und unabhängige Erstberatung im Landratsamt an. Zusätzlich ermöglicht die Energieagentur in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kostengünstige Energie-Checks vor Ort. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 07031/663-2040.

Text als Pressemeldung im PDF-Format (48,1 KiB)

(Erstellt am 23. Oktober 2017)