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Einbürgerungsfeier im Landratsamt Böblingen ist Teil der Willkommenskultur

80 Mitbürger haben am Dienstag die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen

Landrat: „Einbürgerungen stärken uns gesellschaftlich und wirtschaftlich“

Auf dem Bild sehen Sie Landrat Roland Bernhard (rechts) bei der Übergabe der Einbürgerungsurkunden.

Am Dienstag, 21. Juni, fand im Landratsamt Böblingen die sechste offizielle Einbürgerungsfeier des Landkreises statt. Im Rahmen eines gemeinsamen Gelöbnisses verlieh der Landrat Roland Bernhard 80 Antragstellern die Staatsbürgerschaftsurkunde und hieß sie somit als deutsche Staatsbürger willkommen. Unter den Neubürgern sind 45 Frauen, 30 Männer und 5 Kinder.

Aus 33 verschiedenen Herkunftsländern stammen die neuen Staatsangehörigen bei dieser Feier. Unter den Eingebürgerten befinden sich unter anderem Staatsangehörige der Türkei, aus dem Kosovo sowie Antragsteller aus der EU. Aber auch Menschen aus weiter entfernten Teilen der Welt, zum Beispiel aus Mexiko und Guatemala haben im Landratsamt Böblingen am Dienstag die deutsche Staatsangehörigkeit erlangt.
 
Landrat Bernhard bedankte sich bei den Antragstellern für die Entscheidung, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. „Die Einbürgerung ist ein großer persönlicher Schritt und es fällt nicht leicht, die alte Staatsangehörigkeit abzulegen“, so der Landrat. Aktuelle politische Ereignisse haben ebenfalls einen Einfluss auf das Einbürgerungsinteresse. „Seit dem Beitritt Kroatiens zur EU sind die Einbürgerungszahlen gestiegen und bedingt durch die Absicht Großbritanniens zum Brexit werden verstärkt Anträge aus dem Vereinigten Königreich gestellt“, so Bernhard weiter, der sich über die wachsenden Einbürgerungszahlen freut. Er appellierte an die Antragssteller bei ihren Landsmännern und –frauen für die Einbürgerung zu werben. „Unser Land lebt von der Vielfalt seiner Menschen, dies bringt uns nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich voran“ so der Landrat.
 
Der Landkreis bemühe sich intensiv um die Integration ausländischer Mitbürger. Im November 2014 hatte der Kreistag den ersten Integrationsplan für den Kreis Böblingen verabschiedet. Carolina Monfort Montero ist seit kurzem die neue Integrationsbeauftragte des Landkreises. Sie wird vorhandene Netzwerke stärken, neue Netzwerke schaffen und sich auch für die soziale und berufliche Integration von jungen und erwachsenen Migranten einsetzen.
 
Im vergangenen Jahr wurden 838 Ausländer im Kreis Böblingen eingebürgert. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von 11 Prozent. Die neuen Staatsangehörigen vollzogen ihre Einbürgerung zusammen mit ihren Familien. Neben dem gemeinsamen Gelöbnis und der Überreichung der Urkunden begleitete auch eine Tanzeinlage des paraguayischen Kulturvereins das Programm.
 
Die Antragsteller werden durch die Einbürgerung zu gleichberechtigten Bürgern der Bundesrepublik Deutschland. „Dies bringt viele Vorteile mit sich“, erklärte Landrat Bernhard. „Deutschland ist ein freiheitliches Land mit einem funktionierenden demokratischen System. Das aktive und passive Wahlrecht ermöglicht die Partizipation in politischen Prozessen, der Sozialstaat steht jedem Staatsbürger in Notsituationen zur Seite und das deutsche Bildungssystem eröffnet hervorragende Entwicklungschancen“, zählt Bernhard auf.
 
Eingebürgert werden können Ausländer, die seit acht Jahren in Deutschland ihren rechtmäßigen und gewöhnlichen Aufenthalt haben. Außerdem sind gute Kenntnisse der deutschen Sprache sowie Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und ein gesicherter Lebensunterhalt notwendig. Die Einbürgerungsgebühr beträgt 255 Euro. Informationen zur Einbürgerung gibt es im Landratsamt Böblingen montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8.30 bis 12 Uhr, jeden Donnerstagnachmittag zusätzlich von 14 bis 18 Uhr. Mittwochs ist das Amt geschlossen. Ansprechpartner für Interessierte finden sich auf der Webseite des Landratsamts unter www.lrabb.de/Einbuergerung.

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