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Aktuelle Entwicklungen bei der Unterbringung von Flüchtlingen

Landrat Bernhard: „Zugänge weiter auf niedrigem Niveau“

Notunterkünfte: Weitere Schulsporthallen werden geräumt

Dem Landkreis Böblingen werden weiterhin nur wenige Flüchtlinge zur Unterbringung zugewiesen. Da Zug um Zug auch weitere Objekte zur Unterbringung von Flüchtlingen fertig gestellt werden, können in den kommenden Wochen Notunterkünfte geräumt werden.

Dies betrifft vor allem die drei verbleibenden Sporthallen an den Berufsschulen des Kreises in Böblingen, Leonberg und Sindelfingen. Bereits im Mai und Juni wurden die Bewohner der ersten drei von insgesamt sechs Hallen der Beruflichen Schulen in andere Unterkünfte verlegt.
 
„Im Vergleich zu den Aufnahmezahlen zu Beginn des Jahres stellen wir weiterhin eine deutliche Entspannung bei den Zugangszahlen fest“, sagt der Landrat Roland Bernhard. Dies sei eine Folge des Rückgangs, der auch auf Landesebene spürbar geworden sei. „Wir müssen aber damit rechnen, dass die Zahlen wieder ansteigen könnten“, so Bernhard weiter. Der Rückbau der Hallen werde mehrere Monate in Anspruch nehmen. Die drei im Frühjahr geräumten Hallen werden voraussichtlich bereits zum Beginn des neuen Schuljahres wieder den Schulen und Vereinen zur Verfügung stehen, so dass Schul- und Vereinssport wieder vor Ort stattfinden kann.
 
Der Landkreis hat außerdem angekündigt, die Kommunen bei der nun anstehenden Aufgabe der Anschlussunterbringung zu unterstützen. „Viele der Flüchtlinge, die letztes Jahr zu uns gekommen sind werden Ende diesen, Anfang kommenden Jahres an die Städte und Gemeinden verteilt“, erklärt der Landrat. Der Kreis würde den Städten und Gemeinden deshalb zahlreiche Wohnungen anbieten, die zur Unterbringung von Flüchtlingen angemietet wurden. Im gesamten Kreisgebiet sind das 31 Wohnungen mit rund 270 Personen, in ihrem gewohnten Umfeld direkt in die Anschlussunterbringung -ohne den Standort wechseln zu müssen- kommen könnten.
 
Zudem sei angedacht, kleinere Gemeinschaftsunterkünfte des Kreises an die jeweiligen Städte und Gemeinden zu übergeben. „Weiter werden wir unsere eigene Platzreserve von mehreren hundert Plätzen ausnutzen, um die Verteilung in die Kommunen so zu steuern, dass alle Städte und Gemeinden ausreichend Zeit haben, um eigene Unterkünfte vorzubereiten“, so der Landrat.

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