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Abschlussveranstaltung Projekt „Flächen gewinnen“

Landrat Bernhard: „Gemeinden haben zukunftsfähigen Weg eingeschlagen“​

Erfahrungsaustausch mit Staatssekretärin Gisela Splett ​

Auf dem Bild sehen Sie von links nach rechts Bürgermeister Marcel Hagenlocher (Mötzingen), Stefan Flaig (Ökonsult), Bürgermeisterin Ulrike Binninger (Nufringen), Vize-Landrat Wolf Eisenmann, Staatssekretärin Gisela Splett, Bürgermeister Daniel Gött (Deckenpfronn), Bürgermeister Matthias Schöck (Hildrizhausen).

In den vergangenen Monaten hat der Landkreis Böblingen mit Unterstützung durch das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur das zweite Projekt „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ zusammen mit den vier Kreiskommunen Nufringen, Deckenpfronn, Mötzingen und Hildrizhausen sowie dem Büro Ökonsult durchgeführt. Vorrangiges Ziel des Projekts war es, den bereits angestoßenen Innenentwicklungsprozess in den Projektkommunen weiter zu fördern und zu verstetigen.

Bei der Abschlussveranstaltung am 9. April (Mittwoch) wurden die Erkenntnisse vorgestellt. Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, freute sich über das Engagement in der Region.

„Insgesamt bestätigen die gewonnenen Ergebnisse und Erfahrungen, dass die Gemeinden mit ihren Maßnahmen zur Innenentwicklung einen zukunftsfähigen Weg der Siedlungsentwicklung eingeschlagen haben. Allerdings muss ein nachhaltiges Flächenmanagement mit einem langfristigen Ansatz verfolgt werden“, so Landrat Roland Bernhard bei der Begrüßung der Abschlussveranstaltung des Projekts im Landratsamt Böblingen. Der Landkreis hatte im Jahr 2011 erstmals ein Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Flächen gewinnen“ durchgeführt. Daran beteiligten sich die Kommunen Böblingen, Magstadt, Mötzingen und Nufringen.

Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts fasste Gisela Splett zusammen: „Bei der Frage, wie sich der demografische Wandel auf den Immobilienmarkt auswirkt, müssen verschiedene Personengruppe mit ihren Interessen und Bedürfnissen in den Blick genommen werden.“ Umfragen dazu ergaben, dass Seniorinnen und Senioren in der Regel in einer Wohnsituation mit viel Fläche leben, die aber in vielen Fällen nicht mehr ihren Bedürfnissen entspricht. Gleichzeitig benötigen junge Familien, die im Ort nach einem Haus oder einer großen Wohnung suchen, ausreichende Wohnflächen. „Bei einem nachhaltigen kommunalen Flächenmanagement müssen diese verschiedenen Bereiche klar analysiert und bewertet werden. So ist es beispielsweise für eine Kommune zielführend, das Angebot an altersgerechtem Wohnraum zu fördern, weil dadurch mittelfristig wieder Wohnraum für junge Familien frei wird. Dafür gibt es zwar kein Patentrezept, aber viele mögliche Lösungen im Einzelnen“, so Splett.

Die Erhebung von Leerständen zeigte, dass in den Projektkommen aktuell und vor allem zukünftig relevante Leerstände im Wohnraumbestand vorhanden sind oder frei werden und damit vor allem mittelfristig bedeutsame Wohnraumpotenziale entstehen.

Durch öffentliche Veranstaltungen, Pressearbeit, und die Bereitstellung von Informationen im Internet wurden verschiedene Zielgruppen erreicht. Insgesamt ist die Kommunikation ein Schlüsselfaktor für ein nachhaltiges Flächenmanagement. Immer wieder zeigte sich im Verlauf des Projekts, wie schwierig es für viele Menschen ist, sich die kommenden Auswirkungen des demografischen Wandels vorzustellen, und das sich über Jahrzehnte bekannte Verhältnisse verändern werden. „Die Kommunen müssen ihre Bürgerinnen und Bürger mitnehmen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung“, so Bernhard abschließend.

Text als Pressemeldung im PDF-Format (28,8 KiB)

(Erstellt am 09. April 2014)