Neues Angebot des Abfallwirtschaftsbetriebes lässt Gang zum Wertstoffhof überflüssig werden

Landrat Bernhard und Vize Eisenmann leeren Wertstofftonnen in Böblingen

Zum 1. Januar 2012 hat der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Böblingen sein Serviceangebot um eine neue Wertstofftonne für private Haushalte und Gewerbebetriebe ergänzt. Die schwarzen Tonnen mit orangem Deckel, die ausschließlich als 240-Liter Behälter angeboten werden, leert der Abfallwirtschaftsbetrieb einmal im Monat.

„Wir gehen mit der neuen Wertstofftonne einen weiteren Schritt in Richtung Ressourcenschonung und Klimaschutz und bieten den Bürgerinnen und Bürgern gleichzeitig eine bequeme Möglichkeit, ihre Wertstoffe vor der Haustür zu entsorgen“, freuen sich Landrat Roland Bernhard und Wolf Eisenmann, Erster Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs, anlässlich der ersten Leerung der Wertstofftonne in Böblingen.

Noch immer würden zu viele verwertbare Abfälle wie Plastikschüsseln, Pfannen oder Töpfe zusammen mit dem Restmüll in der schwarzen Abfalltonne landen. „Damit gehen wertvolle Ressourcen verloren, da sich diese Materialien sehr gut wiederverwerten lassen“, so Roland Bernhard. „Nichts spricht daher dagegen, auch Verpackungen und kleinen Elektronikschrott in die Wertstofftonne zu werfen“, erläutert Erster Werkleiter Wolf Eisenmann die derzeit geltende Rechtslage. Aufgrund der bestehenden Abstimmungen mit den Dualen Systemen sei es dem Abfallwirtschaftsbetrieb zwar verwehrt für eine Entsorgung von Verpackungsmaterialien in der Wertstofftonne zu werben. „Der Bürger darf aber selbst entscheiden, ob er die Tonne als Ersatz für den Wertstoffhofbesuch nutzt und auch Verpackungen aus Kunststoff oder Metall einwirft, denn ein solches Handeln ist uneingeschränkt rechtmäßig“, beruhigt Landrat Bernhard die Nutzer der neuen Tonnen. Ältere Menschen oder Bürger, die etwa beruflich stark eingespannt sind, könnten sich auf diese Weise den Weg zum Wertstoffhof sparen. Den zusätzlichen Service der Abholung von Wertstoffen an der Haustür gibt es allerdings nicht kostenlos: Jede Leerung kostet 3,50 Euro. Die Anzahl der Leerungen wird wie beim Restmüll über einen Chip erfasst. Anders als bei der schwarzen Tonne gibt es keine Mindestleerungen. Die Gebühren werden jährlich über den Abfallgebührenbescheid in Rechnung gestellt.
 
In der neuen Tonne sollen Metalle (wie Töpfe, Pfannen, Werkzeug), Holz (wie Vesperbretter, Holzspielzeug), Elektrokleingeräte (wie Handys, Haartrockner, Rasierer und CDs/DVDs) sowie hochwertige Kunststoffe (wie Eimer, Gießkannen, Vesperdosen, Plastikschüsseln und -siebe) gesammelt werden.
 
Offizielle Annahmestelle für Verpackungen wie Joghurtbecher, Kunststoffflaschen oder Getränkekartons bleiben die 31 Wertstoffhöfe. Verpackungen, die in der orangen Wertstofftonne landen, sortiere der Abfallwirtschaftsbetrieb in der eigens dafür nachgerüsteten Sortieranlage in Leonberg aus und übergebe sie den Dualen Systemen.
 
Interessierte können die Wertstofftonne beim Abfallwirtschaftsbetrieb bestellen und anmelden. Das Anmelde- und Bestellformular kann unter www.awb-bb.de  heruntergeladen oder schriftlich, per Fax und E-Mail beim Abfallwirtschaftsbetrieb angefordert werden. Die Wertstofftonne wird auf Wunsch auch gegen eine Gebühr von 20 Euro geliefert. Mit einem Berechtigungsschein können die Tonnen auf den Wertstoffhöfen in Herrenberg-Kayh, Böblingen-Hulb, Leonberg, Waldenbuch/Steinenbronn, Jettingen und Renningen-Malmsheim kostenlos abgeholt werden. Bestellungen müssen vom Grundstückseigentümer oder Hausverwalter unterschrieben sein.
 
Weitere Auskünfte zur Wertstofftonne erteilt das Mülltelefon unter 07031/663-1550 oder können im Internet unter www.awb-bb.de eingeholt werden.