Kompostieren leicht gemacht

Kompostlege

Gewinnen Sie aus Ihren organischen Abfällen wertvollen Humus für Ihren Garten!

Entscheidend sind die drei Bs: belüften, beschatten, befeuchten

Mit folgenden 10 goldenen Regeln werden Sie im Garten erfolgreich:

  1. Für Kompost und Arbeitsfläche benötigen Sie je 1 m² Platz, bei größeren Gärten etwas mehr.
  2. Halten Sie bitte 50 cm Abstand zum Nachbargrundstück. Ein Sichtschutz ist empfehlenswert.
  3. Kompost darf nicht austrocknen - deshalb muss er im Halbschatten gelagert (z. B. im Schatten eines Baumes oder Strauches) oder abgedeckt werden. Bei Trockenheit stoppt die Verrottung!
  4. Nässe schadet ebenso: Fäulniserreger machen aus dem Kompost eine übel riechende Masse.
  5. Kompost braucht Luft von allen Seiten, weil Bakterien, Pilze und Kleinlebewesen Sauerstoff bei der Verarbeitung zu Humus benötigen. Deshalb bitte in keine Grube schütten oder auf Beton-/Steinplatten setzen. Ein gut belüfteter Kompost stinkt nicht!
  6. Zum Aufschichten des Komposthaufens brauchen Sie nicht unbedingt ein Gestell. Sie können ihn Lage für Lage bis max. 1,20 m hoch und nach oben hin schmaler (Pyramide) aufschichten. Zur besseren Aufschichtung und zum Schutz vor Tieren oder Witterungseinflüssen gibt es im Handel Kompostlegen oder gar geschlossene Komposter. Bei Letzteren sollten Sie unbedingt auf gute Belüftungsmöglichkeiten achten.
  7. Eine gute Mischung ergibt auch einen guten Humus: Trockenes zu Nassem, Grobes zu Feinem. Eine Materialschicht sollte nicht höher als 3 bis 5 cm sein. Insbesondere Rasenschnitt sollte dünn verteilt werden.
  8. Sperriges (Äste) sollten Sie auf 5 bis 10 cm Länge zerkleinern. Faustregel: Maximal daumendick und -lang.
  9. Für ein schnelleres Verrotten bedecken Sie Küchenabfälle und Kompostschichten am besten mit Erde.
  10. Das fertige Humusmaterial wird dann nicht im Garten vergraben, sondern flach eingearbeitet.

Was darf hinein?

Verrottbare organische Abfälle
aus Küche, Haus, Garten oder Stall:
Gemüse- und Obstreste, Obsttrester, Südfruchtschalen, Eierschalen, Haare, Federn, Rasenschnitt, Laub
Sägemehl, Baumreisig (zerkleinert), Häckselmaterial, Pflanzenabfälle aller Art, Stallmist
 
Besser keine Fleischreste: Sie können Ratten und Maden anlocken!

Wann ist der Humus fertig?

Man sollte den Kompost zwei- bis viermal pro Jahr umsetzen. Früher hat man dem Boden nur völlig verrotteten Kompost zugeführt, heute verarbeitet man Frischkompost manchmal schon nach fünf bis sechs Monaten. Vor der Verwendung sollte er durch ein Sieb (Maschenweite 2 x 2 cm) geworfen werden. Die gröberen Bestandteile eignen sich dann bestens für den nächsten Komposthaufen.

Wenn Probleme auftauchen

Rufen Sie unseren Fachberater für Obst- und Gartenbau, Herrn Nuber, Telefon 07032 / 200530, an.