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„Unser Bioabfall – unser Kompost“

Abfallwirtschaftsbetrieb schließt Kreislauf von Sammlung und Vergärung der Bioabfälle bis zur Kompostierung

Verkauf von losem Qualitätskompost aus dem Landkreis beginnt

Im Landkreis Böblingen schließt sich der natürliche Kreislauf vom Bioabfall bis zum Kompost als wertvollem Dünger für den eigenen Garten: In der Vergärungsanlage Leonberg werden die über die Biotonnen eingesammelten organischen Abfälle nach ihrer Vergärung und Trocknung jetzt auch fertig kompostiert. Dies kündigt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (AWB) an.

„In unserer Leonberger Anlage produzieren wir ab sofort nicht nur Strom und Wärme aus Bioabfällen, sondern auch einen zu 100 Prozent hygienisierten Qualitätskompost, der hervorragend als Dünger und Bodenverbesserer in den Gärten der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt werden kann“, freut sich der Landrat Roland Bernhard über das neue Angebot. Damit könnten die Menschen den aus ihrem Bioabfall gewonnen Kompost wieder verwenden.

„Der Kompost und die Blumenerde, die wir seither an die Bevölkerung verkauft haben, wurden im Kompostwerk Kirchheim hergestellt“, erläutert Wolfgang Bagin, Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs. „An diesem sind wir mit 20 Prozent beteiligt und liefern Gärreste zur Kompostierung in den Landkreis Esslingen. An dieser Beteiligung wird sich auch nichts ändern. Die über das Kirchheimer Kontingent hinaus anfallenden Gärreste werden ab sofort in der Vergärungsanlage Leonberg zu einem zertifizierten Kompost verarbeitet.“

Damit gehe man vor Ort auch noch den letzten Schritt, der den natürlichen Kreis schließt. Gerechnet werde jährlich mit rund 5000 bis 7000 Tonnen fertig kompostierten Materials. „Dieses  hervorragende  Produkt mit Gütesiegel wollen wir kostengünstig an die Bevölkerung zurückgeben“, freut sich Ugur Cakir, der für die Vergärungsanlage zuständige  Fachingenieur des AWB, über den letzten Baustein zum Vorhaben „Unser Bioabfall – unser Qualitätskompost“.

Die Kompostierung in Leonberg hat finanzielle und ökologische Vorteile: Kosten für den Gärrestetransport entfallen und somit auch die dadurch bedingte Umweltbelastung. Die Einsparungen kommen dem Gebührenzahler fast in voller Höhe zugute, da die Kompostierung auf dem Gelände der Vergärungsanlage mit relativ geringem Zusatzaufwand betrieben werden kann.

Der lose Qualitätskompost kostet zwei Euro je 200 Liter oder sechs Euro pro Kubikmeter und ist an drei Ausgabestellen erhältlich: An der ehemaligen Kreismülldeponie Böblingen im Musberger Sträßle (von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr), auf dem Wertstoffzentrum in Herrenberg-Kayh in der Gipswerkstraße (geöffnet montags und freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 15 Uhr) und in Renningen-Malmsheim bei der ehemaligen Erddeponie an der Kreisstraße (montags bis freitags zwischen 7:30 und 12 Uhr und von 13 bis 16:30 Uhr).

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